![]() Bau unserer neuen Küche: Fertigung in der Schreinerei |
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Zuschnitt des Plattenmaterials, Anbringen
der Kanten
und Kantenbearbeitung |
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ZUSCHNITT
DER PLATTEN
Das ist
deshalb nötig, weil die Plattensäge nicht so sauber schneidet
und an den Schnittkanten die Kunststoff-Oberflächen der Spanplatten
leicht ausreissen.
Zuschnitt an der Formatkreissäge
Die Schreinerei
von Markus und Olaf (Schreinerei Maus + Tessmer), wo ich arbeiten kann,
ist richtig gut ausgerüstet.
Doch zurück
zur Fertigung der Küche:
Das Kreissägeblatt
dreht sich mit 4000 Umdrehungen in der Minute.
Laut meiner Zuschnitts-Liste, die ich anhand meiner Zeichnungen vorbereitet habe, schneide ich alle Werkstücke hintereinander zu. Jedes einzelnde Teil bekommt eine Nummer, die der Position in der Liste entspricht, — bei über 60 einzelnen Teilen ist das unverzichtbar. Außerdem markiere ich beim Zuschnitt der Platten auch schon die Seiten, an die ich später eine Kante anbringen möchte.
ANBRINGEN
DER KANTEN
Diese Maschine bedeutet eine enorme Arbeitserleichterung, ohne sie müßte ich alle Kanten von Hand anleimen, — das würde Tage in Anspruch nehmen. So geht es viel schneller, und außerdem sind die Werkstücke nun schon fast fertig zu Zusammenbau, denn was aus dieser Maschine "hinten raus kommt" sind sauber beigefräste, abgekappte Kanten, die nur noch wenig weitere Bearbeitung benötigen.
ZUSAMMENBAU
DER SCHRÄNKE
Das geht viel einfacher und schneller, als andere Verbindungsmöglichkeiten, wie z.B. Holzdübel. Die Lamello® -Verbinder sind kleine ungefähr ovale Holzplättchen, die in die Schlitze geleimt werden. Eine andere
Art der Verbindung sind Schrauben. Wenn es ganz extrem stabil sein soll, bietet es sich auch an, Lamello-Verbinder und Schrauben zusammen zu verwenden.
Verschrauben Jetzt geht es ans Verleimen der Schränke, das ist immer mit einem leichten Zeitdruck verbunden, da der Leim recht schnell abbindet.
Die Lamello-Verbindungen erleichtern das Verleimen, da durch sie die zu verleimenden Teile in ihren passenden Positionen fixiert werden. Nichtsdestoweniger ist es möglich, die Teile noch etwas zu verschieben, das geht mit Holzdübeln nicht, da müssen die Bohrlöcher absolut exakt stimmen, und Masstoleranzen lassen sich schlechter ausgleichen.
Mit großen
Schraubzwingen verleime ich die Schränke, dabei ist es wichtig, auf
Winkligkeit zu achten.
Die letzten Schrauben in den Korpus gedreht, und fertig ist der erste Schrank...
SCHUBKÄSTEN
UND FRONTEN
Dann baue ich sie in die Schränke ein, das ist immer ein wenig "Fisselsarbeit", die Auszüge, auf denen die Schubkästen laufen, müssen sehr genau eingebaut werden, damit die Schubladen später sauber funktionieren und nicht irgendwie haken. Ich habe für unsere Küche Vollauszüge verwendet, die ein Herausziehen des kompletten Schubkastens bis einige Zentimeter vor die Schrankfront ermöglichen. Links im Bild ist der Schrank, auf dem später der große Gasherd eingebaut werden wird, die Schubladen darunter sollen dann Töpfe und Pfannen aufnehmen.
Jetzt sind die Unterschränke fertig, das Anbringen der Fonten ist der letzte Arbeitsschritt. Jetzt fehlt noch die Arbeitsplatte und der Sockel.
Arbeitsplatte
und fertige Küche
Die Arbeitsplatte hat eine Tiefe von 90cm, für den geplanten Aufbau der Küche muss sie in drei Teile aufgeteilt werden, jeweils mit Schnitten in 45° Winkeln.
Hier endet der Bericht über den Bau unserer neuen Küche, demnächst mache ich vielleicht noch ein paar Fotos von der fertig aufgebauten Küche.
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© 2003 Thomas Stegh